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Für Königtum und Himmelreich - Ausstellungsbesuch Drucken
Samstag, 14. November 2009, 10:00 - 12:00 Aufrufe : 1474

„Da alle sofort zustimmten und Heinrich II. wegen dieser Entscheidung beglückwünschten, rief er Meinwerk herbei, lächelte ihm mit gewohnter Liebenswürdigkeit zu und reichte ihm einen Handschuh mit den Worten: ‚Nimm!‘ Als dieser zurückfragte, was er nehmen solle, antwortete der König: ‚Das Bistum der Paderborner Kirche‘.“

Detailliert und lebhaft schildert der Verfasser der Vita Meinwerci die Erhebung Meinwerks zum zehnten Bischof der Kirche von Paderborn (1009–1036). 27 Jahre lang lenkte Meinwerk die Geschicke seines ­Bistums, er wurde zu einem der ­bedeutendsten Bischöfe des 11. Jahrhunderts. Durch seine imposanten Bauwerke – Dom, Kaiserpfalz, Bartholomäus­kapelle, Abdinghof­kirche und Busdorfstift – prägt er das Bild der Stadt bis heute.

An zwei Ausstellungsorten, im ­Museum in der Kaiserpfalz und im Erzbischöflichen Diözesanmuseum, werden – ausgehend vom Ereignis der Bischofsweihe – eindrucksvolle und facettenreiche Einblicke in Leben und Wirken Meinwerks sowie seiner Amtskollegen gegeben: Sie bauten Kirchen und Städte, stifteten Prachthandschriften und liturgisches Gerät zur Ehre Gottes und zogen in den Krieg. Dabei werden im Museum in der Kaiserpfalz die weltlich-poli­tischen Aufgaben eines Bischofs thematisiert, während im Erzbischöflichen Diözesanmuseum der Bischof als Seelsorger und Stifter bedeutender Bau- und Kunstwerke im Mittel­punkt steht.

Die Jubiläumsausstellung stellt die we­sentlichen Aspekte der Kunst-, Kirchen- und Kulturgeschichte und die Aufgabenfelder dieser Bischofs­elite in der Zeit um die Wende zum zweiten Jahrtausend verständlich dar.

Meinwerk als Diener dreier Kaiser war von Otto III. in die Hofkapelle des Aachener Pfalzstiftes berufen worden und es gelang ihm, Heinrich II. und Konrad II. eng an seinen ­Bischofssitz zu binden. Insgesamt neunmal weilte Heinrich II. mit ­seinem Gefolge in Paderborn, Konrad II. war achtmal in der Kaiserpfalz zu Gast. Sein unermüdlicher Dienst für das Reich wurde mit zahlreichen Privilegien und Güterschenkungen belohnt, die die Wirtschaftskraft der Paderborner Kirche enorm steigerten. Bischof Meinwerk gilt nach Kaiser Karl dem Großen zu Recht als zweiter Gründer des Bistums. Bis heute spielt er für die Identität der Kirche von Paderborn und die Erinnerungskultur von Kirche, Stadt und Region eine wichtige Rolle. Im Netzwerk der Bischofselite positioniert sich ­Mein- ­­werk gleich­berechtigt neben den durch ihre einzigartigen Kunststiftungen berühmten Mitbischöfen Bernward von Hildesheim, Notger von Lüttich und Sigebert von Minden. Die von ihnen gestifteten faszinierenden Werke mittelalter­lichen Kunstschaffens werden in bislang nie gezeigter Vollständigkeit präsentiert.

Die aus deutschen und europäischen Sammlungen und Museen auf Zeit in Paderborn zusammengeführten Leihgaben lassen eine Epoche lebendig werden, in der das Zusammenspiel geistlicher und weltlicher Herrschaft ihren Höhepunkt erlebte und die ­Bischöfe im Verbund mit den Königen aktiv in die Regierung des Reiches eingebunden waren. Die Themen reichen von der Baupolitik über den Kriegszug, vom Bildungskanon der Domschulen, dem Weg der Heiligen und Reliquien in die Bischofsstadt bis hin zu herausragenden Bau- und Kunststiftungen. Die bedeutenden Originale und neueste archäo­logische Funde zeichnen, ergänzt durch ­Modelle und Inszenierungen in aufwändigem Ausstellungsdesign, ein umfassendes Bild des ottonisch-­salischen Kirchenreiches.

Quelle und weitere Informationen
Ausstellungsflyer

 

 

Ort: Diözesanmuseum und Museum in der Kaiserpfalz - Treffpunkt: vor dem Eingang des Museums
Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können - Tel.: 05251/88-1595

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