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Vom Kirchhof zum Reformfriedhof Drucken
Dienstag, 17. März 2009, 19:30 - 21:00 Aufrufe : 3089

Klaus Hohmann, Paderborn, Vom Kirchhof zum Reformfriedhof - ein Rückblick auf 200 Jahre Paderborner Friedhofsgeschichte (mit Lichtbildern).

Kühe und Pferde weiden auf dem Kirchhof, Gänse suchen nach Grünfutter, Schweine wühlen Gräber auf“, so beschrieb der Neuhäuser Pfarrer Josef Derenthal noch 1819 die Zustände des örtlichen Gottesackers. Auch in der Domstadt war die Situation ähnlich: Das Paderborner Domkapitel stellte sogar einen Knecht an, der herumlaufendes Vieh auf dem Domfriedhof vertreiben sollte. Der Historiker Klaus Hohmann (Studiendirektor a.D.) blickt am  17. März auf 200 Jahre Paderborner Friedhofsgeschichte zurück. Aus den ungepflegten Kirchhöfen entwickelten sich im 19. Jahrhundert die „modernen“ Friedhöfe: Als „Reformfriedhöfe“ bildeten sie eine neue Kulisse für den Gedächtniskult des bürgerlichen Zeitalters. 1810 entstanden vor den Mauern der Domstadt neue Friedhöfe. Am Standort der heutigen Herz-Jesu-Kirche wurde vor dem Westerntor auf dem alten „Kiemeßplatz“ der Westerntorfriedhof angelegt. Auch am Heierstor entwickelte sich ein neuer Friedhof. Der alte Domfriedhof wurde dagegen zum öffentlichen Platz umgestaltet, auf dem sich nun das Marktgeschehen ausweitete. Als auch diese neuen Friedhöfe zu klein wurden, entstanden 1866 der heutige Ostfriedhof und 1908 der Westfriedhof. 1896 beschloss die Bezirksregierung in Minden kommunale Friedhofsordnungen verpflichtend einzuführen: Damit hatte jeder Ort Totengräber anzustellen, Leichenwagen für den Transport Seuchentoter anzuschaffen und Grabnummern einzuführen. Außerdem sollten die Toten nicht mehr zuhause aufgebahrt, sondern in eine Leichenhalle geschafft werden. Diese Regelung stieß jedoch auf den entschiedenen Widerstand der Bevölkerung: Noch viele Jahre lang wurden dort nur Fremde, Arme, Seuchentote oder Selbstmörder aufgebahrt.

Literatur zum Vortrag: Klaus  Hohmann (Hg.): Die Paderborner Friedhöfe von 1800 bis zur Gegenwart, 2008, 672 S., geb., 400 Abb., ISBN 978-3-89498-166-2.

Ort: Theologische Fakultät Paderborn, Kamp 6, Hörsaal 2

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