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Mitgliederversammlung Drucken
Samstag, 29. März 2008, 08:00 - 17:00 Aufrufe : 4115

Mitgliederversammlung in Clarholz und
Studienfahrt nach Lette, Stromberg und Haus Nottbeck

Samstag, 29. März 2008

7.40 Uhr Abfahrt Paderborn, Liboriberg, Ecke Liboristraße
7.45 Uhr Abfahrt Paderborn, Hauptbahnhof, Busbahnhof
9.00 Uhr Clarholz, Zehntscheune d. Klosters Clarholz, Propsteihof 10a


Tagesordnung:

1. Begrüßung
2. Genehmigung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung
3. Bericht des Vereinsdirektors
4. Bericht des Schatzmeisters
5. Bericht der Kassenprüfer
6. Entlastung des Vorstands
7. Beitragserhöhung
8. Verschiedenes
9.30 Uhr Buchausstellung, Gelegenheit zum Kaffeetrinken
10.00 Uhr Öffentliche Vortragsveranstaltung


Begrüßung: Vereinsdirektor

Grußworte: Bürgermeister Jürgen Lohmann, Gemeinde Herzebrock-Clarholz

Prof. Dr. Werner Freitag, Münster, 1. Vorsitzender des Freundeskreises Propstei Clarholz e. V.

Öffentlicher Vortrag: Prof. Dr. Johannes Meier, Mainz
Europäische Aspekte in der Geschichte des Prämonstratenserklosters Clarholz (1133-1803)

11.15 Uhr Besichtigung des Klostergeländes Clarholz und Führung im Klostermuseum, Leitung: Prof. Dr. Johannes Meier

13.00 Uhr Altes Gasthaus Rugge, Propsteihof 15, gemeinsames Mittagessen

14.15 Uhr Studienfahrt nach Lette und Stromberg, Leitung: Prof. Dr. Johannes Meier (Kloster Lette) und Dr. Ulrich Gehre, Oelde (Burg und Kreuzkirche Stromberg)

16.00 Kulturgut Haus Nottbeck, Landrat-Predeick-Allee 1, Stromberg, gemeinsames Kaffeetrinken im Museumscafé, mit Vortag von Dr. Ulrich Gehre, Wilhelm Busch in Westfalen. Anschließend Gelegenheit zur individuellen Besichtigung des Museums und der derzeit laufenden Wilhelm-Busch-Ausstellung

18.00 Uhr Abfahrt

ca. 19.00 Uhr Ankunft in Paderborn


Zum Kloster Clarholz und zu den Zielen der Studienfahrt:

Herzebrock-Clarholz (Kr. Gütersloh). Mit der Einführung der preußischen Gemeindeordnung wurde 1850 aus den 1816 errichteten Ämtern Clarholz und Herzebrock das vereinigte Amt Herzebrock-Clarholz mit den Gemeinden Clarholz, Herzebrock und Lette im Kreis Wiedenbrück gebildet. 1919 wurde dessen Name verkürzt zu Amt Herzebrock. 1970 trat das Wiedenbrück-Gesetz in Kraft, das die Gemeinden Herzebrock und Clarholz – ohne die Zur Stadt Oelde eingemeindete Gemeinde Lette – zu einer Gemeinde mit dem Namen Herzebrock zusammenschloss. Sie erhielt am 26.4.1985 den Doppelnamen Herzebrock-Clarholz.

Clarholz wird um 1082 in der älteren Herzebrocker He­berolle erstmals erwähnt. Der Edle Rudolf v. Steinfurt schenkte 1133/34 die Kapellen in Clarholz und Lette für ein Doppelkloster der Prämonstratenser (Stiftsherren in Clarholz, Schwestern in Lette). Es wurde von Cappenberg aus besiedelt und durch Kaiser Lothar III., Bischof Werner von Münster (beide 1134) und Papst Eugen III. (1146) bestätigt. Die Weihe der Kirche St. Laurentius dürfte 1175 Anlass zum Besuch des Bischofs Arnold von Osnabrück gegeben haben, der Clarholz zur Pfarre erhob und dem Kloster die Seelsorge im Kirchspiel übertrug. Die Vogtei des Stifts lag im 12./13. Jahrhundert meist bei den Steinfurtern und gelangte 1290 an die von der Lippe. Das Kloster (Hospital 1300 erwähnt, Kirche im 14. Jahrhundert zur gotischen Hallenkirche umgestaltet; Konventshaus) schloss nach dem Übergang Rhedas an die Tecklenburger mit der Zisterzienserabtei Marienfeld und der Benediktinerinnenabtei Herzebrock 1496 einen Bund und widersetzte sich in den Kirchspielen Clarholz und Lette erfolgreich dem Reformationsversuch des Vogtes Konrad von Tecklenburg-Rheda. 1680/85 wirkte der religiöse Schriftsteller Leonhard Goffiné OPraem als Pfarrer in Clarholz. Im 18. Jahrhundert erfolgte der barocke Ausbau der Anlage (Neue Propstei 1705/07; Wirtschaftshof 1725/26; Zehntscheune 1759; Klostergärten). 1803 wurde das Kloster säkularisiert, das Vermögen fiel den Grafen von Bentheim-Tecklenburg zu. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich nördlich und östlich der KIosteranlage das Dorf Clarholz, das 1887 Eisenbahnanschluss erhielt und Standort von Fleischwaren- und Möbelindustrie wurde. 1952 wurde die evangelische Gnadenkirche errichtet. Clarholz zählt (2006) 6.250 Einwohner.

Lette wird um 1082 in der älteren „Herzebrocker Heberolle“ erstmals erwähnt. Nach der Stiftung des Doppelklosters Clarholz/Lette 1133/34 ist Nothilt von Vellern (Eintritt vor 1169) die erste namentlich bekannte Letter Prämonstratenserin.

Von der Kirche St. Vitus (13. Jahrhundert; 1251 als Pfarre bezeichnet) sind nach Umbauten (1856, 1921, 1971) noch zwei Joche mit romanischem Portal in der Südwand und wertvolle Ausstattung (Tragaltar, Reliquienschrein) erhalten. Seit 1311 auf sechs Schwestern begrenzt, sind 1443/44 Symptome des Niedergangs belegt. 1473 ist die letzte namentlich bekannte Nonne Rese erwähnt. Irgendwann vor 1567/71 ist das KIosterleben erloschen. Das nördlich der Kirche gelegene KIostergebäude war Anfang des 18. Jahrhunderts verschwunden. Dem Stift Clarholz inkorporiert, blieb die zur Diözese Münster gehörige Pfarre trotz protestantischer Landesherrschaft (Rheda) katholisch.

Als Sohn des letzten Clarholzer Stiftsjustitiars wurde am 22. Oktober 1798 in Lette Jodokus Donatus Hubertus Temme geboren, der 1848 zu den herausragenden Demokraten Westfalens gehörte.

In der 1808 errichteten, zum Amt Clarholz gehörigen Gemeinde Lette brachte 1903 die Waschmaschinenproduktion der Firma „Cordes“ erheblichen Aufschwung. Lette zählt (2002) 2.250 Einwohner.(Johannes Meier, in: Handbuch der Historischen Stätten. Nordrhein-Westfalen. Stuttgart 2006.)

Stromberg. Die auf einem Bergsporn der Beckumer Berge im südöstlichen Münsterland gelegene Höhenburg wird 1177 erstmals erwähnt, als die Grafen von Rüdenberg die Burggrafschaft von Bischof Hermann II. von Münster zu Lehen nahmen.

In jüngster Zeit hat sich Prof. Dr. Paul Leidinger eingehend mit der Geschichte der Burggrafschaft befasst. Er hält demnach die Burg Stromberg für eine im salischen Reichsinteresse entstandene Feste und sieht ihre Gründung im Zusammenhang mit dem Investiturstreit und den Sachsenkriegen Heinrichs IV. in der Zeit um 1075-1080. (Leidinger in: 800 Jahre Wallfahrt und Stromberger Geschichte. Zwischen Kreuz und Schwert. Stromberg: Heimatverein 2007).

Spätestens mit der Einnahme Strombergs 1376 durch die Bischöfe von Münster, Paderborn und Osnabrück waren die ehrgeizigen Pläne des Burggrafen Johann II. zur Bildung einer selbständigen Herrschaft beendet. Im 15. Jahrhundert übernahmen die Bischöfe von Münster Wappen und Titel der Burggrafen, Stromberg wurde bischöflicher Amtssitz unter der Verwaltung eines adeligen Drosten. 1653 bemühte sich Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen vergeblich, als Inhaber der Burggrafenwürde Sitz und Stimme im weltlichen Fürstenrat des Deutschen Reichstages zu erlangen. Reste der Festungsanlage wurden nach 1780 abgetragen, der Paulusturm, das spätmittelalterliche Burgmannshaus der Familie Mallinckrodt, die 1686 neuerrichtete St. Georgs-Kapelle sowie die 1207 erstmals genannte Kreuzkirche (Mitte 14. Jahrhundert) blieben erhalten. Die damals bereits bezeugte Verehrung des heute noch in der Kirche aufbewahrten romanischen Kreuzes lässt auf eine Gründung des 12. Jahrhunderts schließen. Die Stromberger Wallfahrt zählt zu den ältesten und meistbesuchten im Raum Westfalen. Bischof Heinrich von Moers beabsichtigte, hier ein Kanoniker-Kapitel zu errichten. 1589 dem Münsteraner Jesuiten-Kollegium überwiesen, fielen nach Aufhebung des Ordens 1773 sämtliche Einkünfte dem Münsteraner Studienfonds zu. 1867 gelangte die Kreuzkirche wieder in den Be­sitz des Bistums Münster. Als Pfarre wird Stromberg 1221 urkundlich fassbar. Die am Fuße des Burgberges liegende Pfarrkirche St. Lambertus (14. Jahrhundert) wurde Mittelpunkt einer Siedlung, die sich seit dem späten Mittelalter am nördlichen Zugang zur Burg bildete (Burgfreiheit bzw. Wigbold Stromberg).

Lange blieb die Landwirtschaft dominierender Erwerbszweig; Leinenherstellung und -handel wurden bis ins 19. Jahrhundert hinein betrieben. 1925 wurden die Freilichtspiele „Burgbühne Stromberg“ gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zur Ansiedlung verschiedener klein- und mittelständischer Unternehmen, starker Bevölkerungszuzug führte zu einer Verdopplung der Einwohnerzahlen. (Wilhelm Grabe, in: Handbuch der Historischen Stätten. Nordrhein-Westfalen. Stuttgart 2006.)

Haus Nottbeck in der Bauerschaft Linzel wurde um 1470 von einem Stromberger Burgmann fundiert und be­fand sich bis Anfang des 19. Jahrhunderts im Besitz der Familie von Oer. Der Gebäudekomplex (18./19. Jahrhundert) beherbergt heute das Museum für Westfälische Literatur.

Teilnahmegebühr für Busfahrt, Vortrag, Führungen und Mahlzeiten: 40,00 EUR, ohne Busfahrt: 25,00 EUR.

Anmeldungen bis Donnerstag, 20. März 2008, schriftlich beim Verein, Pontanusstr. 55 (Stadtarchiv), 33095 Paderborn, gegen Abbuchung (nur für Vereinsmitglieder) oder bei der Bonifatius-Buchhandlung, Liboristr. 1-3, 33098 Paderborn, gegen Barzahlung.

Ort: Clarholz

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