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Sommerstudienfahrt 2017 Drucken
von Mittwoch, 23. August 2017 -  07:30
bis Sonntag, 27. August 2017 - 20:30
Täglich
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Sommerstudienfahrt 2017

 „Römer, Renaissance und Reformator“. Eine Fahrt nach Augsburg vom 23. bis 27. August 2017

Am Zusammenfluss von Lech und Wertach ließ Augustus vor 2000 Jahren ein Legionslager errichten, im ersten Jahrhundert nach Christus entstand aus der zugehörigen Zivilsiedlung die Hauptstadt der Provinz Rätien „Augusta Vindelicum“. Die Lage an der Via Claudia verhalf zu Wohlstand durch Handel. Bereits in spätrömischer Zeit wurde Augsburg Bischofssitz und die Verehrung der Märtyrerin Afra (+ 303/305) machte die Stadt zum Wallfahrtsziel. Bischof Ulrich verhalf Augsburg nach dem Sieg über die Ungarn bei der „Schlacht auf dem Lechfeld“ 955 zum Rang einer der wichtigsten Städte des Reiches und verursachte rege Bautätigkeit, wie den Neubau von Dom und St. Afra und eine Stadtmauer. Zahlreiche Klöster wurden gegründet. Im Jahr 1156 gelang es den Bürgern, sich von Friedrich Barbarossa ihre Rechte gegenüber dem Bischof verbriefen zu lassen. Der Reichtum beruhte in der Hauptsache auf der Tuchherstellung und dem Fernhandel mit Venedig. Die enge Verbindung zu den Habsburgern und die Erschließung von Rohstoffen, wie Kupfer und Silber in Tirol und Quecksilber in Spanien durch Augsburger Kaufleute, wie die Fugger und Welser, machte Augsburg ab dem 15. Jahrhundert zu einer europäischen Metropole. Man zeigte seinen Reichtum durch bedeutende Bauten der Renaissance und entwickelte die führende Gold- und Silberschmiedekunst ihrer Zeit. Früh kamen reformatorische Strömungen in die Stadt. Martin Luther wohnte 1518 im Karmelitenkloster, um sich dem Verhör durch Kardinal Cajetan zu stellen. Auf dem Reichstag von 1530 wird Karl V. die „confessio augustana“ übergeben. Der 1555 vereinbarte Religionsfrieden brachte endlich die Gleichberechtigung von Katholiken und Lutheranern in Stadt und Reich.


Der Niedergang einer der bevölkerungsreichsten Städte des Reiches kam durch Hungersnot und Pest im Dreißigjährigen Krieg. Nur die Bedeutung in Bereichen der Malerei und des Kunsthandwerkes blieb bis ins 18. Jahrhundert bestehen. 1719 wird Leopold Mozart hier geboren. 1806 verlor Augsburg die Reichsfreiheit und fiel an Bayern. Mit dem Bau der Eisenbahn 1840 begann die Entwicklung zur Industriestadt, besonders in den Sparten Textil und Maschinenbau. Durch starken Zuzug aus dem Umland überwiegen seither die Katholiken. Als Sohn des kaufmännischen Direktors einer Papierfabrik und gemischt konfessioneller Eltern wird 1898 Bertolt Brecht in Augsburg geboren und im protestantischen Glauben erzogen. An der Via Claudia, der wichtigsten römischen Straßenverbindung zwischen Süddeutschland und Norditalien, liegt die romanische Basilika St. Michael in Altenstadt, dem ursprünglichen Standort von Schongau. Unter der Protektion der Welfen entstand um 1200 ein gewaltiger Kirchenbau, der heute das einzige Beispiel so unverändert erhaltener Basiliken der Spätromanik in Süddeutschland ist. Innen empfängt eine 3,20 m hohe Christusfigur aus der Bauzeit mit originaler Farbfassung den staunenden Betrachter. Weiter westlich besuchen wir als Kontrast den „schwäbischen Escorial“, die Benediktiner Abtei Ottobeuren. Das ehemals freie Reichsstift wurde 764 gegründet. Berühmt ist heute die zu Beginn des 18. Jahrhunderts überprägte Anlage, die in Architektur und Innenausstattung außergewöhnlich prunkvoll angelegt worden ist. Bescheidenheit prägt den Orden der Kartäuser. Dennoch gehört das ungefasste, eichene Chorgestühl der Klosterkirche Maria Saal in Buxheim von einem virtuosen Schnitzer aus Tirol, zu den besten hochbarocken Bildhauerarbeiten Bayerns. Bis heute ist das wenige Kilometer nordöstlich gelegene Schloss Babenhausen im Besitz der Familie Fugger-Babenhausen. Anton Fugger, der Neffe Jacob Fugger des Reichen, erwarb es 1538. Heute kann man das Schloss sowie ein kleines Museum zur Familiengeschichte besuchen.

Informationen:

Die Fahrt wird gemeinsam mit dem „Förderkreis Historisches Museum im Marstall Paderborn-Schloß Neuhaus“ durchgeführt.  Die Exkursionsleitung liegt bei Marianne Moser und Walter Mayer. Änderungen im Programm bleiben vorbehalten. Im Preis inbegriffen sind Busfahrt, Übernachtung mit Frühstück, Führungskosten und Trinkgelder.  Ein Besuch der Augsburger Puppenbühne ist ebenfalls gebucht. Der genaue Spielplan und damit Tag und Uhrzeit, standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Die Kosten der Restaurantbesuche sind selbst zu tragen.

Übernachtung im Einzelzimmer: 640,00 € bis 30 Personen, 590 € bis 40 Personen.

Übernachtung im Doppelzimmer (Preis pro Person): 525 € bis 30 Personen, 470 € bis 40 Personen.

Anmeldungen nur schriftlich mit dem Anmeldeformular auf den letzten Seiten beim Altertumsverein, Pontanusstr. 55 (Stadtarchiv), 33095 Paderborn, bis Freitag, 30. Juni 2017.

Wir weisen darauf hin, dass die Anmeldungen in jedem Fall verbindlich sind, und empfehlen sicherheitshalber eine private Reiserücktrittversicherung.

 Infos zum Programm im Rundbrief

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