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Mitgliederversammlung 2006 in Lügde und Studienfahrt nach Falkenhagen Drucken
Samstag, 22. April 2006, 07:45 - 19:00 Aufrufe : 6980
Samstag, 22. April 2006
 7.45 Uhr Abfahrt Paderborn, Liboriberg, Ecke Liboristraße
 7.50 Uhr Abfahrt Paderborn, Hauptbahnhof, Busbahnhof
 9.00 Uhr Lügde, Hotel „Zu den zwei Linden“, Höxterstr. 1
Tagesordnung
1.    Genehmigung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung
2.    Bericht des Vereinsdirektors
3.    Bericht des Schatzmeisters
4.    Bericht der Kassenprüfer
5.    Entlastung des Vorstands
6.    Verschiedenes
  9.30  Uhr Buchausstellung, Gelegenheit zum Kaffeetrinken
10.00  Uhr  Öffentliche Vortragsveranstaltung
     Begrüßung: Vereinsdirektor
     Grußwort der Stadt Lügde
     Grußwort des Kreises Lippe: stellv. Landrat Karl Dittmar
     Vortrag: Dr. phil. Ulrich Meier, Bielefeld
     Das Kloster zum Heiligen Leichnam in Blomberg. Zu Frömmigkeit, Wirtschaft und         Landesausbau im lippischen Südosten um             1500
11.30 Uhr Stadtführung, Leitung: Willy Gerking, Lügde-Niese
13.00 Uhr Hotel „Zu den zwei Linden“, gemeinsames Mittagessen
14.00 Uhr Studienfahrt nach Falkenhagen, Leitung: Willy Gerking
16.30 Uhr gemeinsames Kaffeetrinken im Restaurant „Köterberg“ auf dem Köterberg, Lügde
17.00  Uhr Rückfahrt
ca. 19.00  Uhr Ankunft in Paderborn

Zur Stadtführung:
Zunächst wird die romanische Kilianskirche vor der Stadt besichtigt. Bei ihr handelte es sich ursprünglich um eine schlichte, einschiffige Saalkirche, deren Ursprünge bis in das 9. Jahrhundert zurückreichen. Errichtet wurde sie auf einem Sporn, der schon in frühgeschichtlicher Zeit besiedelt war. Umbaumaßnahmen im 10. und 11. Jahrhundert ergänzten den Bau. Ihr heutiges Aussehen erlangte die dreischiffige Querhausbasilika im letzten Drittel des 12. Jahrhunderts. Wie das Patrozinium des hl. Kilian deutlich macht, gehört die Kirchengründung zu den ältesten im Sachsenland. Doch der Vermutung, dass sie bereits im Zusammenhang mit dem Winteraufenthalt von Karl d. Gr. im Jahre 784 gegründet worden sei, machten die Grabungen von Prof. Dr. Uwe Lobbedey im Jahre 1972 ein Ende. Er konnte zweifelsfrei einen einschiffigen Saalbau mit rechteckigem Chorschluss rekonstruieren. Damit steht der Bau in einer Reihe anderer lippischer Kirchen, die sich in das Bild der ersten im Zuge der Christianisierung Sachsens gegründeten Kirchenbauten einfügt. Das Innere der Kirche besticht durch einfache Gliederung, wobei einfacher Stützenwechsel die Schiffe voneinander trennt. Die Kapitelle der Säulen haben Hildesheimer und Lippoldsberger Vorbilder.

An der Stelle, an der bis in das 19. Jahrhundert das damals abgebrochene Südtor stand, betreten wir die Altstadt. Sie wurde frühestens im ausgehenden 12. Jahrhundert aus wilder Wurzel nach dem Vorbild anderer lippischer Städte im „Drei-Straßen-Schema“ angelegt. Weil durch die zahlreichen Brände, die die Stadt im Laufe ihrer Existenz heimsuchten, auch wichtige Urkunden verbrannten, kann die Stadtrechtsverleihung urkundlich nicht nachgewiesen werden. Sie wird aber um 1255 vermutet. Die gesamte Altstadt ist bis heute von der Stadtmauer umgeben. Die ehemalige Fortifikation wird durch zwei noch vorhandene Stadttürme dokumentiert.


Der letzte Großbrand, der nahezu die gesamte Altstadt zerstörte, ereignete sich im Jahre 1797. Zahlreiche Gebäude, alle in Fachwerk, wurden noch im selben Jahr, andere in den beiden Folgejahren aufgebaut. Die Bewohner der Stadt Lügde lebten überwiegend von der Landwirtschaft, in geringerem Maße von Handel und Handwerk. Die Industrialisierung setzte ab 1858 mit dem Aufbau der Zigarrenindustrie ein. Diesbezüglich entwickelte Lügde sich zu einem der bedeutendsten Zentren in Ostwestfalen. Nach dem Ende der „Zigarrenzeit“ trat an die Stelle der Tabak verarbeitenden Betriebe Unternehmen der Elektroindustrie.

Seit dem Dreißigjährigen Krieg war Lügde eine Exklave des Fürstbistums Paderborn, seit 1803 des Kreises Höxter. Erst mit der Kreisreform im Jahre 1970 gelangte die Stadt zurück in den lippischen Städtekranz. Gleichzeitig wurde sie Zentralort von neun Dörfern. Zur Zeit beträgt die Einwohnerzahl ca. 11 300.

Zur Studienfahrt:

Die Nachmittagsfahrt führt uns in das ehem. Kloster Falkenhagen. Es wurde 1247 als Zisterzienserinnenkloster durch Graf Volkwin IV. v. Schwalenberg gegründet. Nach Wüstfall in der Eversteinschen Fehde 1407 gelangte es 1432 an den Kreuzherrenorden. Die Mönche bauten die Klosteranlage wieder auf und machten sie innerhalb ihres Ordens zur bedeutendsten Niederlassung. Nach der Reformation 1517 setzte der Niedergang des Konvents ein, der mit seiner Aufhebung im Jahre 1596 sein Ende fand. Die ehem. Klosterkirche von 1497 wurde zur zentralen protestantischen Pfarrkirche der Kirchspielsdörfer. Als 1603 der Paderborner Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg Jesuiten nach Falkenhagen schickte, die seinen Anteil aus der Klosteraufhebung verwalten sollten, führte ihre Tätigkeit zu einer teilweisen Rekatholisierung in den Dörfern. Die Ursachen und Ergebnisse dieser Aktivitäten werden in einer ca. 1 ½ stündigen Kirchenführung vorgestellt.

Die Studienfahrt findet ihren Abschluss auf dem Köterberg. Mit 497 m ist er die höchste Erhebung in Lippe und im westlichen Weserbergland. Der Bergkegel, auf dem sich seit 1929 ein Hotel befindet, bietet einen der eindrucksvollsten Ausblicke in die Landschaft, hin zum Teutoburger Wald im Westen und zum Brocken im Osten. Die erste urkundliche und namentliche Erwähnung des sagenumwobenen Köterberges datiert in das Jahr 1430. Ein kurzer Rundgang um das Hotel veranschaulicht die geschichtliche Entwicklung.

Teilnahmegebühr: Fahrt, Vortrag, Führungen und Mahlzeiten 35,00 EUR, ohne Fahrt 20,00 EUR.
Anmeldungen bis Donnerstag, 13. April 2006, schriftlich beim Verein, Pontanusstr. 55 (Stadtarchiv), 33095 Paderborn, gegen Abbuchung (nur für Vereinsmitglieder) oder bei der Bonifatius-Buchhandlung, Liboristr. 1-3, 33098 Paderborn, gegen Barzahlung.

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