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Mitgliederversammlung 2013 in Warburg Drucken
Samstag, 6. April 2013, 07:45 - 18:00 Aufrufe : 3314

Sehr geehrte Vereinsmitglieder,

wir laden Sie ein zur Mitgliederversammlung 2013. Wir haben uns in diesem Jahr für Warburg als Ort der Mitgliederversammlung entschieden, einst eine der vier Hauptstädte des Hochstiftes Paderborn und bis zur kommunalen Neugliederung Sitz des Kreises Warburg. Annähernd drei Jahrzehnte ist es her, dass der Altertumsverein hier eine Mitgliederversammlung durchgeführt hat (1984). Seinerzeit waren wir aber nur zur eigentlichen Mitgliederversammlung mit Vortrag in Warburg zu Gast – im Gymnasium Marianum, Professor Schoppmeyer, Bochum, referierte über die Entstehung der Landstände im Hochstift. Die Stadt selbst wurde damals nicht erkundet. Der Nachmittag war einer Studienfahrt über die Landesgrenze nach Fritzlar gewidmet. Aber auch Warburg ist attraktiv und hat viel zu bieten. Und so haben wir uns entschlossen, in diesem Jahr auf eine nachmittägliche Exkursion in das Umland zu verzichten und uns stattdessen ganz auf die Stadt zu konzentrieren.

Mitgliederversammlung in Warburg

mit Besuch des Museums im Stern und Stadtführung

Samstag, 6. April 2013

07.45 Uhr Abfahrt Paderborn, Liboriberg, Ecke Liboristraße

07.50 Uhr Abfahrt Paderborn, Hauptbahnhof, Busbahnhof

09.00 Uhr Warburg, Museum im Stern, Sternstraße 35

Tagesordnung:

1. Begrüßung

2. Genehmigung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung

3. Bericht des Vereinsdirektors

4. Bericht des Schatzmeisters

5. Bericht der Kassenprüfer

6. Entlastung des Vorstands

7. Verschiedenes

09.30 Uhr Buchausstellung, Gelegenheit zum Kaffeetrinken

10.00 Uhr Öffentliche Vortragsveranstaltung

Begrüßung: Vereinsdirektor

Grußworte:

Michael Sticklen, Bürgermeister der Stadt Warburg

Christian Holtgreve, Vorsitzender des Museumsvereins Warburg

Dr. Gotthard Kießling, Stadt Warburg, Bearbeiter der Denkmaltopographie: Westfalens Nummer Eins – In Warburg entsteht derzeit die erste Denkmaltopographie der Reihe Denkmäler in Westfalen

11.15 Uhr Besichtigung des Museums im Stern, Führung: Studiendirektor a. D. Rudolf Bialas, Museumsverein Warburg, und Museumsleiter und Stadtarchivar Franz-Josef Dubbi

13.00 Uhr gemeinsames Mittagessen im Restaurant Alt Warburg, Kalandstraße 1

14.00 Uhr Stadtführung durch Studiendirektor a. D. Rudolf Bialas und Stadtführer Hermann Behler

16.00 Uhr gemeinsames Kaffeetrinken im Café Blome, Sternstraße 37

17.00 Uhr Abfahrt

ca. 18.00 Uhr Ankunft in Paderborn

Zum Museum im Stern und zur Stadt Warburg:

Das Museum und das Archiv der Stadt Warburg sind in einem der ältesten Steinhäuser (1340) der Neustadt untergebracht, das seit dem Mittelalter Stern genannt wird. Sein barockes Aussehen erhielt es 1755, als es Stadthaus des Klosters Wormeln war. Das Museum umfasst die Abteilungen Vor- und Frühgeschichte, Stadtgeschichte, Wirtschaftsgeschichte und Kunstgeschichte. Träger des Museums ist die Stadt Warburg, für den Betrieb ist der Museumsverein Warburg e. V. verantwortlich.

Der Name Warburg erscheint erstmals 1018 für das Berggelände im Westen der heutigen Stadt, das seit der jüngeren Steinzeit Siedlungs-spuren aufweist. Der älteste Siedlungsansatz ist jedoch auf dem westlich davon gelegenen Sporn der Hüffert anzunehmen, wo zwei Vorgänger-bauten der 1287 erstmals bezeugten, 1622 zerstörten Petrikirche archäologisch nachgewiesen wurden. Die Kirche diente als Pfarrkirche für die Dörfer des Umlandes sowie bis ins 14. Jh. als Archidiakonatssitz. An dieser Stelle ist auch der Villikationshof zu vermuten, der der Burg Warburg zugeordnet war, die sich anfangs des 11. Jh. in der Hand Graf Dodikos (+ 1020) befand. Der erbenlose Graf schenkte Warburg mit weiterem Besitz im Umland Bischof Meinwerk von Paderborn. Auf der Burg entstand eine dreischiffige Kirche (1. Hälfte 12. Jh.) in der Nachfolge einer Andreaskapelle der Zeit Dodikos. Durch die Schenkung Dodikos hatte Paderborn mit Warburg ein Wirtschafts- und Machtzentrum gewonnen, das die Basis für den Ausbau bischöflicher Herrschaft und Grenzsicherung bot. Von der Burg aus nach Osten entwickelte sich im 11./12. Jh. am Hang ein „suburbium“ mit Marktsiedlung („Weinberg“) und einer Marienkirche (ca. 1100, gotische Hallenkirche, 1297 vollendet). Vor 1195 kam die Plananlage der Altstadt auf der Niederterrasse an der Diemel hinzu. Bischof Bernhard IV. ließ wohl kurz nach seinem Regierungsbeginn im Norden der Altstadt eine Neustadt mit der Pfarrkirche St. Johannis Baptist anlegen. Während die Altstadt mit ihrem Stadtgrafen stärker herrschaftlich gebunden war, treten in der Neustadt bereits 1239 Bürgermeister und Ratsmannen auf. Zu größeren Spannungen kam es, als Bischof Otto v. Rietberg 1283/86 dem 1281 gegründeten Dominikanerkloster die Marienkirche zuwies und die Altstadt der Neustädter Johannispfarre unterstellte. Die daraus resultierenden Unruhen führten zum Bau einer neuen Altstädter Pfarrkirche Mariä Heimsuchung (Weihe 1299) und der Verlegung des Marktes in die Altstadt. Die Anlage einer Gesamtbefestigung des städtischen Areals förderte das Zusammenwachsen der beiden Städte. 1312 kam es zu gemeinsamen Statuten über Gerichtsrechte und 1436 mit dem „Großen Brief“ zur Vereinigung in einer Stadtgemeinde; ein gemeinsames Rathaus wurde 1568 auf der Grenzlinie zwischen Alt- und Neustadt errichtet. 1364 erscheint Warburg erstmals im Kreis der Hansestädte. Die Reformation konnte in Warburg nicht Fuß fassen, es blieb bei vorübergehenden Ansätzen. Die Ereignisse des 30-jährigen Krieges trafen Warburg schwer. Bereits 1621 wurde die vorstädtische Bebauung auf der Hüffert und auf dem Burgbezirk zerstört. Im Vorgriff auf den Reichsdeputationshauptschluss ergriff Preußen 1802 Besitz von Warburg, 1807 kam es an das Königreich Westphalen, 1813/16 wieder an Preußen. Warburg blieb auch im 19. Jh. und am Anfang des 20. Jhs. eine agrarisch geprägte Stadt mit bescheidener Industrie und langsamem Bevölkerungsanstieg. Mit der Erklärung zum „Bundesausbauort“ 1968 erfolgte die Ansiedlung von Industriebetrieben.

(Nach: Handbuch der historischen Stätten. Nordrhein-Westfalen. 3. Aufl. Stuttgart 2006, Artikel „Warburg“ von Peter Johanek)


Die Stadtführungen beginnen vom Restaurant Alt Warburg aus mit einer kurzen Besichtigung der Neustadtkirche St. Johannes Baptista (Mitte 13. Jh.). Von dort geht es zum Rathaus Zwischen den Städten von 1568 und zum Brüderkirchhof mit kurzer Besichtigung der evangelischen Kirche Maria im Weinberg, der ehemaligen Dominikanerkirche aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Auf dem ganz in der Nähe gelegenen Wartberg, von dem die Stadt ihren Namen hat, besuchen wir die Krypta der aus dem 12. Jahrhundert stammenden ehemaligen Burgkirche St. Andreas. Der nur wenige Steigungen enthaltende Rundweg endet am Museum im Stern.

Auf Wunsch kann eine andere Gruppe aber auch vom Brüderkirchhof gleich hinab in die Altstadt gehen, sich auf dem Weg die bedeutendsten Fachwerkhäuser in der Schwerte, der Bernhardistraße und am Markt-platz sowie das Altstädter Rathaus ansehen und dann den Kreuzweg hinauf zur Burgkapelle auf den Wartberg spazieren.
Teilnahmegebühr für Busfahrt, Vortrag, Führungen und Mahlzeiten: 45,00 €, ohne Busfahrt 28,00 €. Anmeldungen bis Mittwoch, 3. April 2013, schriftlich oder telefonisch bei der Vereinsgeschäftsstelle, Pontanusstr. 55 (Stadtarchiv), 33095

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