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Exkursion zur Pamelschen Warte und zur Haxter Warte Drucken
Samstag, 16. März 2013, 13:30 - 16:30 Aufrufe : 3508

Treffpunkt: Stadtarchiv Paderborn, Pontanusstr. 55 Technisches Rathaus), 33102 Paderborn; bei dieser Exkursion wird kein Bus eingesetzt, am Treffpunkt können Fahrgemeinschaften gebildet werden.

Leitung: Denkmalpfleger Thomas Günther, Untere Denkmalbehörde der Stadt Paderborn und Studiendirektor a. D. Klaus Hohmann, Heimatverein Paderborn

Zum Ziel der Exkursion:

Vermutlich seit dem 14. Jahrhundert war die landwirtschaftlich und zur Viehhude genutzte, weitgehend unbesiedelte Paderborner Feldmark durch eine Landwehr geschützt. Dieses Befestigungs- und Sicherungssystem, bestehend aus Gräben und parallel dazu verlaufenden Wällen, die mit Hecken, den sog. „Knicks“, bepflanzt waren, hatte eine Länge von ca. 32 km. Wo nach Paderborn führende Fernstraßen die Landwehr kreuzten, gab es durch steinerne Warttürme gesicherte verschließbare Durchgänge, die auch der Kontrolle des Handelsverkehrs und der Erhebung von Abgaben dienten. Die mit Wächtern besetzten, etwa neun Meter hohen Türme waren keine Einzelbauwerke, sondern Bestandteile kleiner, in sich geschlossener Befestigungsanlagen, umgeben von Ringmauer, Graben und Wall. Dem Namen und der Lage nach sind sieben Türme bekannt, an die meisten erinnern jedoch nur noch Straßen und Flurnamen. Lediglich die in städtischem Eigentum stehenden Ruinen der Haxter Warte, auch als Lichtenturm bekannt, und der Pamelschen Warte blieben bis ins 20. Jahrhundert erhalten. Im Rahmen der Wiederaufrüstung vor dem Zweiten Weltkrieg wurde das Areal der Pamelschen Warte in den neuen Standortübungsplatz einbezogen, wo alsbald ein Beobachtungsturm vonnöten war. Auf Anregung der Heimatbewegung richtete die Wehrmacht die Beobachtungsstelle in der Pamelschen Warte ein, die zu diesem Zweck auf Kosten des Militärfiskus vollständig rekonstruiert wurde. Leider war ihr nur eine kurze Lebensdauer beschieden. Kurz vor Kriegsende stand sie einem Ausweichflugplatz im Wege und sollte beseitigt werden. Das ortsunkundige Sprengkommando sprengte jedoch irrtümlich die Ruine der Haxter Warte. Nach Erkennen des Irrtums folgte aber auch noch die Pamelsche Warte, so dass damit die letzten weithin sichtbaren baulichen Relikte der Paderborner Landwehr zerstört waren. Die Haxter Warte konnte 1986 aus Spendenmitteln der Paderborner Brauerei, der Sparkasse und weiterer Geldgeber sowie mit Hilfe von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen des Arbeitsamtes Paderborn in Trägerschaft des Heimatvereins Paderborn wieder aufgebaut werden. Wanderern und Spaziergängern dient sie seitdem als Aussichtsturm, vermittelt zugleich aber auch einen anschaulichen Eindruck von den Schutz- und Kontrollfunktionen der einst sieben Warttürme der Paderborner Landwehr. Die Pamelsche Warte liegt nach wie vor in Trümmern, doch ist die Wallanlage noch gut erkennbar. Gespräche zwischen der Stadt Paderborn und der Bundesvermögensverwaltung über einen Erwerb der Anlage durch die Stadt haben noch keinen Abschluss gefunden.

Nach der Exkursion besteht Gelegenheit zum Kaffeetrinken in den gastronomischen Betrieben im Haxtergrund.

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