spacer
header
Startseite
Ihr Verein!
Mitglied werden!
Sammlungen
Bibliographie
Kunststücke
Biographien
WZ online
Jetzt online:
Aktuell 2 Gäste online
 
Startseite arrow Ihr Verein! arrow Satzungen - Statuten [Entwurf] / 27. Juli 1824 [ungültig]

Satzungen - Statuten [Entwurf] / 27. Juli 1824 [ungültig] PDF Drucken E-Mail

In den Akten der Abteilung Paderborn des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens findet sich ein von Domkapitular Ignaz Meyer am 27. Juli 1824 geschriebener Entwurf von Statuten des kurz zuvor gegründeten Altertumsvereins. Man hat sich in der Gründungsversammlung am 19. Juli offenbar gleich mitten in die Arbeit begeben, ohne die Benennung des Vereins festzulegen und über seine Statuten zu debattieren.

Dem Bericht zufolge wurden allerdings die Grundzüge der ins Auge gefaßten Arbeit besprochen. Meyer hat dann nachträglich diese Grundzüge unter dem Namen "Statuten" in einem Schriftstück niedergelegt. Diese Statuten wurden dann in der zweiten Sitzung in Paderborn am 26. Mai 1825 diskutiert. Die Gründungsversammlung der Abteilung Münster am 21. September 1825 hat sie grundsätzlich übernommen. Beide Versammlungen verlangten eine Überarbeitung. Sie ist wohl unter der Aufsicht des Oberpräsidenten von Vincke geschehen. Als dieser in der Versammlung in Münster auf Vorschlag der Paderborner Abteilung zum Kurator beider Abteilungen gewählt war und erklärte, die Aufgabe anzunehmen, wies er auch auf die bald zu erwartende "höhere Bestätigung" der Statuten hin. Die neue Fassung der Statuten wurde vom Kurator am 20. November unterschrieben und handschriftlich dem Direktor der Paderborner Abteilung (vermutlich ebenso dem Direktor der Münsterschen Abteilung) übersandt. In den Punkten 6 und 7 finden sich die von Meyer gemachten Vorschläge für die Arbeit, also die alten Statuten, wieder.

Die endgültigen Statuten von 1826, die auch heute noch die Grundlage für die Zusammenarbeit der beiden Abteilungen bilden, sind von Paul Wigand in seinem Archiv Bd. 2, Heft 1, S. 96-100, abgedruckt. Sie erhielten am 7. Januar 1827 die königliche Bestätigung. Sie wurden noch einmal wiedergegeben in WZ 68 (1910), II, S. 309-316. Die Nebensatzung dazu veröffentlichte die Abt. Münster in WZ 85 (1928), S. 298-301, die Abt. Paderborn in WZ 98/99 (1949), II, S. 104-106. Sie hat in beiden Abteilungen noch weitere Änderungen erfahren. Münster hat die Statuten von 1826 und die nunmehr gültigen Nebensatzungen noch einmal in WZ 120, S. 261-268 veröffentlicht.

Im folgenden wird der Entwurf der Statuten von Ignaz Meyer erstmals im Druck wiedergegeben. Die Arbeit des Vereins in der ersten Zeit nach der Gründung ist durch ihn programmiert.

Kl. Honselmann



Statuten des Vereins für vaterländische westfälische Geschichte.

  • 1. Die Mitglieder des Vereins verbinden sich zu möglichster Sorge, alle Denkmale der Vorzeit zu erhalten, ihre sichere Aufbewahrung und Sammlung zu bewirken und darüber getreue Mitteilung zu machen, insbesondere dahin zu streben, daß Urkunden, Copialbücher, Repertorien etc. wieder zu den Sammlungen kommen, wozu sie gehören, dann auch anzugeben, wo noch unbenutzte Quellen vaterländischer Geschichte vorhanden sein möchten und möglichst zu bewirken, daß deren Mitteilung zur Benutzung besorgt werden könne.

  • 2. Der Verein hält jährlich zwei Versammlungen, a) im Mai, b) im September; der Tag wird jedem Mitgliede wenigstens vier Wochen vorher durch Circular von der Direktion bekannt gemacht. Wer in der Versammlung eine kleine Abhandlung vortragen will, zeigt dieses und den Gegenstand derselben 14 Tage vorher der Direktion an, damit eine Übersicht der Vorträge entworfen werden könne. Binnen derselben Zeit werden auch Verhinderungen des Erscheinens angezeigt und in diesem Falle die für den Verein bestimmten Aufsätze eingesendet. Jede Abhandlung, welche mehr als eine halbe Stunde Zeit wegnehmen würde, kann sich nicht wohl zum mündlichen Vortrage eignen, sondern es wird nur der kurze Inhalt davon angegeben und, falls sie zum Drucke bestimmt ist, wird sie einigen Mitgliedern, denen der Gegenstand am mehrsten bekannt, zur vorherigen Durchsicht und zu allenfallsigen Zusätzen und Berichtigungen (auf besonderen Anlagen) mitgeteilt und dann allenfalls vor dem Abdruck dem Verfasser wieder zugestellt. Bemerkungen über mündliche Vorträge können erst nach Beendigung derselben stattfinden, und auf Verlangen können auch diese vor dem Abdrucke erst einigen Mitgliedern zu vorheriger Durchsicht und Bemerkungen zugestellt werden.

  • 3. Jeder, der einen bisher nicht genau bekannten Gegenstand bearbeiten will und hierüber einige Nachrichten mitgeteilt verlangt, macht hierüber bei der Versammlung einen schriftlichen Antrag, welcher dann denjenigen Mitgliedern zugestellt wird, die hierüber die sichersten Nachrichten anzugeben imstande sind.

Paderborn, den 27. Juli 1824.

Die Direktion des Vereins für vaterländische Geschichte in Westfalen.


(Aus: WZ 124/125, 1974/75, S. 40f.)

 
< zurück
spacer
Veranstaltungen
« < November 2017 > »
Mo Di Mi Do Fr Sa So
30 31 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 1 2 3
Homepage zu Favoriten
Seite zu Favoriten
Als Startseite
Text
Larger FontSmaller Font

 
© 2017 Altertumsverein Paderborn e. V.
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.
spacer